Bei der FDP gibt es einen Wettstreit um das Amt des stellvertretenden Parteichefs.
Im Zentrum steht dabei der Landesverband Nordrhein-Westfalen: Nachdem die Europaparlamentarierin Marie-Agnes Strack-Zimmermann bereits Interesse am Amt der Vizeparteichefin im Bund angedeutet hatte, will laut eines Berichts des "Spiegel" nun auch NRW-Landeschef Henning Höne Parteivize werden.
"Bislang sind ausschließlich Köpfe im Gespräch, die auch aktuell dem Präsidium der Partei angehören. So wird ein Neustart nicht glaubwürdig gelingen", sagte Höne. Die Nominierung von Strack-Zimmermann war zunächst vertagt worden.
Insgesamt hat die FDP drei Parteivizes. Ob zwei davon aus NRW kommen können, ist fraglich.
Christian Dürr, der Kandidat für den Parteivorsitz, wünscht sich die Verteidigungsexpertin an seiner Seite. Höne begründet seine Kandidatur damit, dass eine breite Debatte innerhalb der Partei nötig sei. "Es wäre ein großer Fehler, jetzt nur die Frage zu beantworten, wie wir zurück in den Bundestag kommen." Höne fordert "Vorschläge für mutige Strukturreformen" von der FDP sowie ein neues Grundsatzprogramm, in dessen Erarbeitung auch parteifremde Personen einbezogen werden sollten.